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transline tecNews Veröffentlichung vom 06.01.2005
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Als die Explosionszeichnung sich zu bewegen lernte - Fraunhofer IFF entwickelt "Interaktives Montagehandbuch"

"Positionieren Sie die Platte 1 an den Aufsatzpunkten A, B, und C. Fixieren Sie die Platte anschließend an den Aufsatzpunkten mit drei Schrauben Typ 5...", dazu eine Zeichnung und eine gehörige Portion Zeit, Geduld und technisches Verständnis.

Mit "Interaktiven Montagehandbüchern" soll das anders werden. Die von dem Fraunhofer-Institut für Fabrikbetrieb und -automatisierung (IFF) entwickelte Softwareumgebung sollen Kosten in der Personalqualifikation senken. Dies geschehe durch interaktive Schritt-für-Schritt-Anleitungen, die mit sprachunabhängigen 3D-Animationen angereichert sind. Der Nutzer soll auf die CAD-basierten Anleitungen an der Maschine, am PC, Laptop oder PDA per Browser zugreifen, auch über Intra- oder Internet. Die Entwickler der IIF-Abteilung "Virtuelles interaktives Training" geben laut IFF-Website an, das Produkt integriere sich gut in vorhandene Anwendungen und Datenbanken. Mittels einer Autorenumgebung sollen Inhalte schnell und einfach aktualisiert sowie publiziert werden können. Für den Nutzer seien die interaktiven Anleitungen "leicht verständlich, eindeutig, unabhängig von der Sprache und kinderleicht zu bedienen".

Zweifelsohne wird sich in Zukunft auch in der Technische Dokumentation der Einsatz interaktiver Mulitmedia mehr und mehr durchsetzen. Standards für die multimediale Vermittlung technischen Wissens wurden bereits entwickelt, wie z. B. mumasy (multimediales Maschineninformationssystem), das neben einem Konzept auch XML-DTDs und -Schemata für die Implementation anbietet. In naher Zukunft dürften aber Akzeptanz, mangelnde Rechtssicherheit und der Charme des Papiers die Entwicklung noch etwas bremsen.

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