Farbmanagement - Aber auf meinem Bildschirm sah das doch ganz gut aus!
Diese Entschuldigung schützt nicht vor den strafenden Augen des Vorgesetzten, wenn der Gefahrenhinweis in Graurot erscheint.
Denn von Farbmanagement, auch Colormanagement, sollte jeder technische Redakteur schon einmal gehört haben. Farbmanagement beschäftigt sich damit, Farben konsistent über von der Eingabe (z. B. Scanner) über die Bearbeitung (z. B. Monitor) bis zur Ausgabe (z. B. Drucker, Monitor) zu halten. Was einfach klingt, kann aufgrund verschiedener Faktoren komplex werden. So können beispielsweise Scanner und Monitore mit RGB (Red Green Blue) einen anderen Farbraum darstellen als Druckmaschinen mit CMYK (Cyan Magenta Yellow). Unter anderem deshalb kann sich das satte Signalrot eines Gefahrenhinweises auf dem Bildschirm ausgedruckt in ein mattes Graurot verwandeln, was weder Vorgesetzte noch Kunden erfreut.
Da sämtliche Geräte zudem ihre eigenen Farbräume haben, die sich z. B. auch unter Monitoren unterscheiden können, haben einige Gerätehersteller die ICC (International Color Consortium) gegründet. Neben der Standardisierung der Farbdarstellung hat die ICC so genannte ICC-Profile erarbeitet. Ein ICC-Profil beschreibt die Farbdarstellung eines Geräts. So können Softwares Farben vom Farbraum eines Geräts zu dem Farbraum eines anderen Geräts überführen.
Farbmanagementlösungen müssen nicht teuer sein. Für viele Anwendungsgebiete reicht es aus, den Bildschirm anhand genormter Ausdrucke einzustellen. Für professionelle Ansprüche gibt es auch Soft- und Hardware. Günstiger wäre es da, das Corporate Design oder bewährte und dokumentierte Farben aus früheren Projekten zu übernehmen.