Besonderheiten des Litauischen

Litauisch wird heute von schätzungsweise 4 Millionen Menschen gesprochen, von denen knapp 3 Millionen in Litauen selbst leben. Zusammen mit Lettisch bildet Litauisch die Sprachfamilie der Baltischen Sprachen, die sich noch unmittelbar an die gemeinsame europäische Sprachwurzel der indogermanischen Sprachen anlehnen. Bis ins 17. Jahrhundert waren noch zehn weitere derartige Sprachen bekannt, die heute allesamt ausgestorben sind. Die Schriftsprache in der jetzigen Form wurde erst in der 1. Hälfte des 20. Jahrhunderts entwickelt. Vorher war Litauisch die Sprache der Bauern, in den Städten wurde Polnisch gesprochen. Seit Mai 2004 ist Litauisch eine der Amtssprachen der Europäischen Union.

Typisch für das Litauische ist der Umstand, dass ausländische Lehnwörter und auch Eigennamen der Aussprache folgend „litauisch“ transliteriert werden (z. B. "Džordžas Bušas" für "George Bush" oder "Haris Poteris" für "Harry Potter"). Litauische Endungen werden auch an ausländische Wörter angehängt (z. B. "ananasas", "vunderkindas"). Dieses Hinzufügen der Endung ist rein grammatikalischer Natur und in der artikellosen litauischen Sprache für die Verständlichkeit unverzichtbar. Litauisch ist eine Tonsprache, d.h., unterschiedliche Betonung kann bedeutungsrelevant sein. Die unterschiedliche Betonung wird dabei zumeist durch einen Akzent ausgedrückt.

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